„Nussknacker on Ice“ – ein Märchen auf Kufen

07.01.2019

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Gummersbach – Bühne in der SCHWALBE arena in Gummersbach war am Samstagabend eine spiegelglatte Eisfläche – „St. Petersburger Staatsballett On Ice“ präsentierte Tschaikowskis Erfolgswerk „Nussknacker“ in einer zauberhaften Eis-Choreografie.

„Nussknacker On Ice“, da vermuteten viele Besucher zunächst, dass das Spielfeld der Halle zu einer Eisfläche umfunktioniert wurde. Zur Überraschung der Gäste war lediglich die Bühne, mit einem weihnachtlich-historischen Hintergrund, eine glatte Eisfläche. Drei Tonnen gestoßenes Eis waren schon Tage vorher verarbeitet worden, um die SCHWALBE arena in einen Eispalast zu verwandeln.

Die Bühne wirkt zunächst klein für die circa 50 Eiskunstlauftänzer, die mehrheitlich aus der russischen und internationalen Szene stammen. Dem leitenden Choreographen Konstantin A. Rassadin war es gelungen, auf der relativ kleinen Fläche mit den Künstlern auch atemberaubende Sprünge, rasante Drehungen und gekonnte Hebefiguren einzustudieren. Kunstschnee, der langsam auf die Bühne rieselte, wechselnde farbige Beleuchtung sowie perfekt geschminkte Künstler in traumhaften Kostümen ließen die Besucher eintauchen in eine Märchenwelt und den Alltag für zwei Stunden vergessen.  

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Erzählt wird die Geschichte von Clara, die in der russischen Originalversion Mascha heißt. Sie bekommt zu Weihnachten von ihrem Onkel einen Nussknacker geschenkt. Clara träumt in der Nacht von einer Schlacht zwischen dem Nussknacker und den Spielzeugsoldaten gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit Claras Hilfe siegt der Nussknacker, der sich danach in einen Prinzen verwandelt und anschließend mit ihr in das Reich der Süßigkeiten reist. Die Reise geht durch den Tannenwald zum Schloss Zuckerburg. Dort residiert die Zuckerfee, die zu Ehren der Gäste ein Fest veranstaltet. Zum Schluss erwacht Clara aus ihrem Traum.

Das Ballett „Der Nussknacker“ zählt zu den berühmtesten Balletten der Musikgeschichte. Das Gummersbacher Publikum applaudierte nach jedem Akt und besonders zum Schluss der faszinierenden Eisshow.


Quelle: „Von Oberberg-Aktuell – Zeitung für die Region“

Text: Ursula Hütt
Bild: Martin Hütt