Verrückten-Invasion – 10.12.2017

09.05.2017

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Paul Panzer bespaßte mit seinem neuen Programm eine vollbesetzte Arena – Im Blümchenhemd, altmodischer Brille und seinem unverkennbaren Sprachfehler sorgte er für viele Lacher.

Komiker Paul Panzer gewinnt selbst den alltäglichsten Dingen Unterhaltsames ab. Dabei wird er sogar manchmal philosophisch – mit Blick auf das Leben nach dem Tod – und versteht es konsequent, dies dann doch wieder mit seinen Scherzen ins Spaßige zu ziehen. Sehr kreativ, charmant, oft böse und ein wenig nervös über die Bühne wandernd, unterhält er die Zuschauer.

„Invasion der Verrückten“ heißt sein neustes Programm. Bekannt wurde Panzer durch Telefonscherze im Radio. Seit 2005 tritt der Pointen-Panzer der bundesdeutschen Comedyszene als Stand-Up-Comedian auf und tourt mit eigenen Programmen mit großem Erfolg durch die Lande. Jetzt fragt er: „Ja, ist denn die ganze Welt verrückt geworden!?“ Doch anders als vermutet, droht uns die „Invasion der Verrückten“ nicht aus den Weiten des Weltalls. Paul Panzer weist in seinem genialen Bühnenprogramm darauf hin, dass sie schon mitten unter uns sind!

Mit Geschichten aus seinem Leben und seinen Ansichten über Ängste, das Leben nach dem Tod oder dem neuen Freund seiner Tochter ist er sehr unterhaltsam. Aufstehen sollte man nicht mitten in seiner Bühnenshow – da baut er denjenigen schon sehr gerne in sein Programm ein. Panzer ist sehr spontan und lacht auch über sich selbst, wenn er mittendrin eine Pointe versemmelt. Auch das macht ihn sehr charmant. Und natürlich sein spezieller Sprachfehler – wobei er Leute mit seltsamer Aussprache, wie Yogalehrer Torben, nicht leiden kann.

Und eins weiß Paul Panzer: dem „Kreitzlauf“ des Lebens entkommt keiner. Der fängt an als Biomasse – die je nachdem was eingefüllt wird, die Farbe ändert -, oft „Pubsatätz-Pixel“ und einige Ängste im Laufe des Daseins mit sich bringt. Seine Frau Hilde beispielsweise fürchtet sich vor Spinnen. Da schaltet er schon mal gerne für 90 Sekunden das Licht im Keller aus, wenn sie runtergeht. Auch wenn er dann die Nacht auf der Couch verbringen muss – „man muss sich Inseln der Freude schaffen“, findet er.

 

Spaßig findet er es, wenn die Rocker der „Hellen Engel“ Angst vor Blitzen haben und seine Schwiegermutter Emilia davor, lebendig begraben zu werden. Sie müsse doch nur ihr Handy immer voll aufgeladen dabeihaben. Ob dann Empfang in der Kiste sei, wisse er allerdings nicht. Manche würden ja an Wiedergeburt glauben. Je nachdem, wie man sich verhalten habe, käme man als Löwe oder „Pumma“ oder auch als Silberfischchen auf dem Bahnhofsklo wieder. Witzig auch seine Parodie auf die älteren Nachbarn, die im Supermarkt mit „Schmall-Talk“ auflauern oder „Doc-Hopping“ praktizieren und die Praxisgebühr als Clubbeitrag gesehen haben. So bescherte Paul Panzer in der SCHWALBE arena am Samstagabend einen kurzweiligen Abend auf der Bühne mit Parkbank, fliegender Kuh und kleinem Häuschen.

Quellen:
Beitrag: Vera Marzinski, www.oberberg-aktuell.de
Beitragsbild: Klaus Stange, www.avttention.de